Neue Einrichtung für KMail nach einer fehlgeschlagenen Aktualisierung

Ist die Aktualisierung von KMail 1 auf KMail 2 fehlgeschlagen oder haben Sie danach Probleme mit dem Programm, sollten Sie versuchen, KMail neu einzurichten und Ihre E-Mails zu importieren. Das erfordert mehr Arbeit zu Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit. Daher sollten Sie sich mit der Einstellung der Zugänge zum Empfangen und Versenden von E-Mails auskennen. Bei IMAP-Postfächern kann viel Netzwerkverkehr entstehen.

  1. Stoppen Sie Akonadi und alle zugehörigen Programme

    Beenden Sie KMail/Kontact/KOrganizer und führen diesen Befehl aus:

    akonadictl stop

    Überprüfen Sie, dass kein Akonadi- oder MySQL-Prozess mehr ausgeführt wird:

    ps ux | grep mysql

    ps ux | grep akonadi

    In der Ausgabe dieser beiden Befehle darf nur der grep-Prozess selbst angezeigt werden.

  2. Entfernen Sie die alte Akonadi-Datenbank und die zugehörigen Einstellungen

    Löschen Sie die folgenden Ordner:

    • ~/.local/share/akonadi

    • ~/.config/akonadi

    Löschen Sie ebenso alle Dateien, deren Namen mit akonadi beginnen, aus dem Ordner ~/.kde4/share/config

  3. Starten Sie den Akonadi-Server erneut.

    akonadictl start

  4. Versand- und Empfangszugänge wieder hinzufügen

    Nun müssen Sie Ihre Versand- und Empfangszugänge wieder herstellen. Dazu können Sie KMail oder Kontact oder das Konsolenprogramm akonadiconsole verwenden.

    In KMail öffnen Sie mit EinstellungenKMail einrichten ... den Einrichtungsdialog und klicken auf der Seite Zugänge auf den Knopf Hinzufügen.

    Möchten Sie IMAP, benutzen, fügen Sie einen neuen IMAP-E-Mail-Server hinzu. Möchten Sie Ihre E-Mails auch Offline lesen und bearbeiten (Disconnected IMAP), aktivieren Sie dies auf der Karteikarte Erweitert. Überprüfen Sie, ob Sie auch alle wichtigen Ordner abonniert haben.

    Wahrscheinlich haben Sie bereits eine Ressource Lokale Ordner. Diese Ressource zeigt auf einen lokalen Maildir-Ordner. Entweder Sie ändern diese Zuordnung zu einem vorhandenen Maildir-Ordner oder fügen eine neue Ressource für lokale E-Mails hinzu.

    Wenn Sie eine Maildir-Ressource hinzufügen, können Sie zwischen KMail-Mailordner oder Maildir wählen. Wenn Sie keine gemischten Ordner sowohl mit Maildir-Ordnern und MBox-Dateien haben, sollten Sie Maildir wählen. Für eigene MBox-Dateien wie in /var/spool/mail sollten Sie neue MBox-Ordner einstellen.

    Fügen Sie ebenso alle POP3-Zugänge hinzu, Haben Sie mehrere lokale Ordner eingestellt, wählen Sie auf der Karteikarte Erweitert den Zielordner zur Speicherung der E-Mails.

    Stellen Sie für alle Zugänge das Abrufintervall ein. Deaktivieren Sie für lokale Ordner das Abrufintervall und schalten Sie auch Bei manueller Prüfung einbeziehen in den Abrufeinstellungen ab.

    Fügen Sie die Versand-Zugänge (SMTP) hinzu.

  5. Stellen Sie Ihre Filter, Identitäten und bevorzugten Order wieder ein.

    Filtern Sie die E-Mails auf Ihrem Rechner wie typischerweise mit POP3-Zugängen, wählen Sie EinstellungenFilter einrichten ... und korrigieren die Zielordner der Filter, die vielfach falsch sind. Ansonsten werden die gefilterten E-Mails in unerwarteten Ordnern abgelegt.

    Spam-Filter (bis zu Version 4.7.3 und vorher) funktionieren nicht wie erwartet, das die durch den Assistenten erstellten Regeln die Spam-E-Mails nicht in den angegebenen Ordner verschieben.

    Als Übergangslösung für diese Problem können Sie abstellen, das die Filter Spam und Möglicherweise Spam, wenn das durch den von Ihnen verwendeten Spamfilter unterstützt wird, in dem Statusfeld X-Spam-Status im Vorspann Irgendwo im Vorspann nach Klassifizierungen SPAM or unsure suchen. Sehen Sie sich die durch den Assistenten erstellten Filter an und kopieren Sie den Teil enthält. Ein Beispiel für Spambayes: X-Spambayes-Classification: spam und X-Spambayes-Classification: unsure.

    Überprüfen Sie auch die Einstellungen Ihrer Identität und stellen Sie Versendete Nachrichten, Entwürfe und Vorlagen auf die richtigen Ordner ein. Dazu öffnen Sie mit EinstellungenKMail einrichten ... den Einrichtungsdialog, gehen zur Seite Identitäten, passen die Einstellungen an und ändern die oben genannten Ordner auf der Karteikarte Erweitert.

    Überprüfen Sie, das Ihre Bevorzugten Ordner mit den Einstellungen vorher übereinstimmen.

  6. Starten Sie das Abholen von E-Mails

    Sehen Sie nach E-Mails in allen Ihren Zugängen, am besten nacheinander für jeden einzelnen Zugang.

    Als erstes sehen Sie nach E-Mails in Ihren IMAP-Zugängen, falls vorhanden.

    Als nächstes sehen Sie nach bzw. importieren Sie Ihre lokalen E-Mails. Eine Möglichkeit ist im Menü DateiNach E-Mail sehen in zu benutzen und die lokalen Ordner zu wählen. Alternativ klicken Sie nacheinander auf alle Ordner, damit wird in diesen Ordner nach E-Mail gesehen oder Sie klicken mit der rechten Maustaste auf den Ordnernamen und wählen Ordner aktualisieren.

    Das erste Abholen bzw. Importieren von E-Mails dauert möglicherweise lange und benötigt viel Arbeitsspeicher, besonders für Ordner mit einer großen Zahl von E-Mails. In diesem Fall sollten Sie die Ordner einzeln nacheinander importieren. Ist der Import für alle E-Mails oder für einen Ordner beendet und es wird immer noch viel Arbeitsspeicher belegt, können Sie den Akonadi-Server — wie oben beschrieben — neu starten oder nur den Maildir-Agenten mit akonadiconsole. Nur beim ersten Abholen von E-Mails wird viel Arbeitsspeicher benötigt.

    Starten Sie den E-Mail-Import für POP3-Ressourcen.

Nachdem Sie mit diesem Verfahren KMail neu eingerichtet und die E-Mails importiert haben, wird KMail viel besser funktionieren.