Die Tagundnachtgleichen

Jason Harris

Viele Menschen kennen die Tagundnachtgleichen im Frühjahr und im Herbst als Kalenderdaten, die den Beginn des Frühlings bzw. des Herbstes auf der nördlichen Halbkugel markieren. Wussten Sie, dass die Tagundnachtgleichen auch Positionen im Himmel sind?

Der Himmelsäquator und die Ekliptik sind zwei Großkreise auf der Himmelssphäre, die einen Winkel von 23,5 Grad haben. Die zwei Punkte, an denen sie sich schneiden, werden Tagundnachtgleichen genannt. Die Frühlings-Tagundnachtgleiche hat die Koordinaten Rekt=0,0 Stunden, Dekl=0,0 Grad. Die Herbst-Tagundnachtgleiche hat die Koordinaten Rekt=12,0 Stunden, Dekl=0,0 Grad.

Die Tagundnachtgleichen sind wichtig, um die Jahreszeiten festzulegen. Da sie sich auf der Ekliptik befinden, läuft die Sonne durch jede Tagundnachtgleiche jedes Jahr einmal. Wenn die Sonne durch die Frühlings-Tagundnachtgleiche läuft (normalerweise am 21. März), überquert sie den Himmelsäquator von Süden nach Norden und markiert damit das Ende des Winters auf der nördlichen Erdhalbkugel. Genauso kreuzt die Sonne den Himmelsäquator von Norden nach Süden, wenn Sie durch die Herbst-Tagundnachgleiche läuft (normalerweise am 21. September), und markiert das Ende des Winters auf der südlichen Erdhalbkugel.