Wenn ein König angegriffen wird und er im nächsten Zug durch eine gegnerische Figur geschlagen werden kann, wird das als „Schach“ bezeichnet. Der angegriffene König muss sofort aus dem Schach gebracht werden. Dazu gibt es drei Möglichkeiten.
Schlagen der angreifenden Spielfigur.
Der König wird aus dem angegriffenen Feld auf eine anderes Feld gezogen, auf dem er nicht durch eine gegnerische Spielfigur angegriffen werden kann.
Der Angriff wird blockiert, indem eine eigene Spielfigur zwischen den Angreifer und den König gezogen wird. Das ist beim Angriff durch einen Springer oder Bauern nicht möglich.
Gibt es keine Möglichkeit, den König aus dem Schach zu bringen, wird diese Stellung „Schachmatt“ genannt und das Spiel ist beendet. Der Spieler im Schachmatt verliert das Spiel. Der König wird niemals tatsächlich geschlagen und vom Schachbrett entfernt.
Zu jedem Zeitpunkt im Spiel kann ein Spieler aufgeben. Das Spiel ist beendet und der Gegner hat gewonnen.
Ein „Remis“ ist ein Gleichstand zwischen den Spielern. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die zu einem Remis führen können.
Patt (siehe unten)
Dreifache Wiederholung- wenn die gleiche Stellung mindestens zum dritten Mal ((nicht notwendigerweise durch Zugwiederholung) entsteht. Dabei müssen die möglichen Züge der Figuren beider Spieler gleich sein. Stellungen sind nicht gleich, wenn sich die Möglichkeit geändert hat, einen Bauern En Passant zu schlagen oder eine Rochade durchzuführen, auch wenn alle Figuren auf den gleichen Feldern stehen.
50-Züge-Regel - wenn in den letzten 50 Zügen jedes Spielers keine Spielfigur geschlagen oder ein Bauer gezogen wurde.
Schachmatt ist nicht mehr möglich - wenn eine Spielsituation entstanden ist, in der keiner der beiden Spieler den anderen mit einer Folgen von regelmäßigen Zügen Schachmatt setzen kann. Der Grund dafür ist normalerweise, dass die Spieler nicht mehr genug Figuren für ein Schachmatt haben, kann aber auch in anderen Fällen auftreten. Kombinationen von Figuren, die den Gegner nicht mehr Schachmatt setzen können sind:
König gegen König
König und Läufer gegen König
König und Springer gegen König
König und Läufer gegen König und Läufer mit beiden Läufern auf der gleichen Farbe
Zeitablauf - Für einen Spieler ist die Bedenkzeit abgelaufen und der Gegner hat nicht mehr genügend Schachfiguren, um ihn Schachmatt zu setzen (siehe weiter unten).
Gegenseitiges Einvernehmen - wenn beide Spieler einem Remis zustimmen.
Wenn ein Spieler keinen erlaubten Zug mehr ausführen kann, da jeder erlaubte Zug den König in Schach bringt, der König aber in der jetzigen Stellung nicht im Schach ist, dann endet das Spiel mit einem „Patt“. Ein Patt wird als unentschieden gewertet.
Wenn die Bedenkzeit eines Spielers abläuft, ehe er die nötige Anzahl von Spielzügen ausgeführt hat, gibt es folgende Wertung des Spiels:
Der Spieler verliert, wenn der Gegner ihn noch Schachmatt setzen kann.
Das Spiel ist ein Remis, wenn der Gegner keine Möglichkeit für ein Schachmatt mehr hat.
Als ausreichend für das Schachmatt setzen des Gegners werden alle Gruppen von Schachfiguren außer nur ein König, nur ein König und ein Läufer und nur ein König und ein Springer angenommen.