Glossar

Befehl

In Partitionsverwaltung besteht eine Einzelaufgabe aus mehreren Befehlen. Es handelt sich dabei um systemnahe Befehle, die oftmals von externen Dienstprogrammen ausgeführt werden und lediglich im detaillierten Fortschrittsbericht angezeigt werden.

Der Benutzer muss sich normalerweise nicht mit Befehlen befassen.

Siehe auch Operation, Einzelaufgabe.

Zylinder

Eine Einheit, die zur Aufteilung eines Geräts verwendet wird. Einige Betriebssysteme und viele Dienstprogramme zur Festplattenverwaltung erwarten Partitionen, die bei einem Zylinder beginnen und enden. Partitionsverwaltung setzt daher Partitionen innerhalb von Zylindergrenzen, wenn ihr Anfang oder Ende geändert wird.

Siehe auch Kopf, Sektor.

Zylindergröße

Die Anzahl von Sektoren pro Zylinder auf einem Gerät. Berechnet durch Multiplikation der Anzahl der Köpfe mit der Anzahl von Sektoren pro Spur.

Gerät

Ein physikalisches Platten-Gerät. Physikalische Platten-Geräte sind unter Verwendung einer Partitionstabelle in logische Teile namens Partitionen eingeteilt.

Festplattenbezeichnung

Ein andere Bezeichnung für eine Partitionstabelle aus der SUN/BSD-Welt.

Anmerkung

Dieser Begriff ist leicht mit der Bezeichnung des Dateisystems zu verwechseln, hat damit jedoch nichts zu tun.

In diesem Wikipedia Artikel finden Sie genauere Informationen zum Namen.

Siehe auch Partitionstabelle.

Erweiterte Partition

Eine Partition, die andere Partitionen enthält. Erweiterte Partitionen können nur primäre Partitionen sein. Es hängt vom Typ der Partitionstabelle ab, ob erweiterte Partitionen verfügbar sind oder nicht. Partitionstabellen vom Typ MS-DOS erlauben eine erweiterte Partition pro Gerät.

Siehe auch Primäre Partition, Logische Partition.

Dateisystem

Ein Dateisystem legt fest, wie die Daten (Dateien inklusive Metadaten, Verzeichnisse inklusive Metadaten, freier Speicherplatz) innerhalb einer Partition geordnet sind. Es gibt viele verschiedene Dateisysteme; einige davon stammen aus der Unix/Linux-Welt, andere nicht. Häufig verwendete Dateisysteme auf Unix/Linux sind beispielsweise Btrfs, ext4 und XFS.

Bezeichnung des Dateisystems

Bezeichnung eines Dateisystems. Einige Dateisysteme (unter anderem Btrfs, ext2/3/4, FAT16/32 und NTFS) unterstützen das Setzen von Bezeichnungen für ein Dateisystem, damit es von Dienstprogrammen wie Partitionsverwaltung oder anderen Anwendungen identifiziert werden kann.

Anmerkung

Die Bezeichnung von Dateisystemen kann leicht mit der Festplattenbezeichnung verwechselt werden.

Schalter

Siehe Partitionsschalter.

GPT

Ein modernes Partitionstabellenformat, das von den meisten aktuellen Computern und Betriebssystemen unterstützt wird. Anders als MS-Dos-Partitionstabellen erlaubt es mehr als vier primäre Partitionen.

Kopf

Eine Einheit zur Aufteilung eines Gerätes.

Siehe auch Zylinder, Sektor.

Einzelaufgabe

In Partitionsverwaltung bestehen Operationen aus mehreren Einzelaufgaben. Um diese Einzelaufgaben müssen Sie sich im Regelfall nicht kümmern; sie werden lediglich sichtbar, wenn die Liste der ausstehenden Operationen angewendet wird: in diesem Fall zeigt Partitionsverwaltung einen Fortschrittsdialog an, der aus allen Operationen und deren Einzelaufgaben besteht, um anzuzeigen, welche Operation und welche Einzelaufgabe davon im Moment bearbeitet werden.

Siehe auch Operation, Befehl.

Bezeichnung

Entweder eine Festplattenbezeichnung oder eine Dateisystembezeichnung.

Siehe auch Festplattenbezeichnung, Bezeichnung des Dateisystems.

Logische Partition

Eine Partition innerhalb einer logischen Partition.

Siehe auch Primäre Partition, Erweiterte Partition.

LUKS

„Linux Unified Key Setup“ ist ein Standard-Verschlüssellungsformat für Linux.

LVM

LVM ist ein System zur Verwaltung logischer Partitionen, welches flexibler als normale Partitionen ist. Es besteht hauptsächlich aus drei Teilen:

LVM „Physical Volumes“ (physische Volumes, PV) sind Partitionen auf Speichermedien, die von LVM verwaltet werden.
Die „LVM Volume Group“ (VG) vereint eine Menge physischer Volumes in sich, die in logische Partitionen partitioniert werden kann. Damit können Dateisysteme auf mehrere Speichermedien verteilt oder verschlüsselte LUKS-Volumes in kleinere Partitionen aufgeteilt werden.
LVM „Logical Volumes“ (LV) sind normalen Partitionen ähnlich, existieren jedoch innerhalb einer LVM Volume Group. Ihr Speicherort ist unwichtig und sie müssen nicht physisch zusammenhängend sein. Deswegen erlaubt es Partitionsverwaltung nicht, LVs zu verschieben und den freien Platz am Ende des Speichermediums anzuzeigen.
Operation

Partitionsverwaltung teilt seine Aufgaben in Operationen, Einzelaufgaben und Befehle auf.

Operationen werden vom Benutzer am häufigsten verwendet. Wenn Sie eine Aktion in der grafischen Benutzeroberfläche auswählen, führt dies vermutlich dazu, dass eine neue Operation zur Liste ausstehender Operationen hinzugefügt wird. Die Idee dahinter: mit hoher Wahrscheinlichkeit soll eine größere Anzahl von Schritten ausgeführt werden, um den aktuellen Status Ihrer Festplatten in einen neuen Status zu überführen. Einige dieser Teilaufgaben können eine lange Zeit in Anspruch nehmen (beispielsweise das Kopieren großer Dateisysteme oder die Größenänderung eines Dateisystems mit wenig freiem Speicherplatz). Damit Sie nicht auf die Fertigstellung der einzelnen Schritte warten müssen, bevor Sie den nächsten Schritt starten können, können Sie mit Operationen die Geräte Ihres Computers so einrichten, wie der Endzustand nach Anwendung aller Änderungen aussehen soll. Partitionsverwaltung wird dann alle Operationen nacheinander ausführen.

Operationen werden in der Liste ausstehender Operationen gespeichert. Solange eine Operation noch nicht angewandt wurde, kann sie jederzeit rückgängig gemacht werden, ohne dass eine Änderung vorgenommen wird.

Siehe auch Einzelaufgabe, Befehl.

Partition

Ein Teil der Festplatte, der ein Dateisystem oder andere Partitionen enthält. Eine Festplatte kann nur verwendet werden, wenn Sie mindestens eine gültige Partition enthält.

Siehe auch Gerät, Partitionstabelle, Primäre Partition, Erweiterte Partition, Logische Partition.

Partitionsschalter

Ein Schalter für eine Partition. Der Typ der verwendeten Partitionstabelle gibt vor, ob und welche Schalter verfügbar sind.

Partitionstabelle

Ein kleiner Bereich am Anfang eines Gerätes, das Informationen über die Anordnung der Partitionen auf dem Gerät enthält. Es gibt verschiedene Typen von Partitionstabellen, wobei jede spezielle Beschränkungen mit sich bringt.

Manchmal werden Partitionen auch „Festplattenbezeichnung“ genannt.

Primäre Partition

Eine Partition direkt innerhalb einer Partitionstabelle, im Gegensatz zu logischen Partitionen, die in erweiterten Partitionen eingebettet sind.

Partitionstabellen geben vor, wie viele primäre Partitionen maximal auf einem Gerät erstellt werden können. MS-DOS Partitionstabellen ermöglichen beispielsweise nur vier primäre Partitionen.

Siehe auch Erweiterte Partition, Logische Partition.

Sektor

Eine Einheit zur Aufteilung eines Gerätes. Partitionen müssen stets auf einem Sektor beginnen und enden.

Siehe auch Kopf, Zylinder.

Sektorgröße

Die Anzahl der Byte je Sektor auf einem Gerät. Als Sektorgröße wird heute normalerweise 512 Byte verwendet.