Regeln der einzelnen Spiele

Klondike

Klondike ist die bekannteste Patience — wahrscheinlich weil ein sehr bekanntes Betriebssystem diese Patience als Standard mitliefert. Klondike wird mit einem einzelnen Kartenpäckchen gespielt.

Ziel des Spiels ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen. Dies gelingt problemlos, sobald alle Karten mit der Vorderseite nach oben im Spielfeld liegen.

Die Folgen müssen absteigend angeordnet werden, dabei müssen sich immer schwarze und rote Karten abwechseln. Es können ganze oder Teile von Folgen verschoben werden, wenn die erste Karte auf eine andere Ablage passt.

Auf eine freie Ablage kann jeder beliebige König oder auch jede mit einem König beginnende Folge gelegt werden.

Mit einem Klick auf den Talon wird eine Karte auf den Hilfsstapel gelegt, von wo aus sie auf die Spielstapel oder die Ablagestapel verschoben werden kann. Ist der Talon leer, wird mit einem weiteren Klick der Hilfsstapel zu einem neuen Talon.

Die Karten im Talon können beliebig oft durchgeblättert werden.

Großvater

Erfinder dieser Spielart ist der Großvater von Paul Olav Tvete, dem ursprünglichen Entwickler von KPatience. Daher erhielt diese Patience ihren Namen. Es sind keine anderen Patience-Pakete bekannt, die dieses Spiel anbieten.

Bei Großvater wird ein Kartenpäckchen auf sieben Spielstapel ausgeteilt. Die Karten der Spielstapel sind nur zum Teil aufgedeckt.

Ziel ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen.

Jede Karte kann auf jeden Spielstapel gelegt werden, wenn sich dadurch echte fallende Spielfolgen bilden. So kann z. B. die Pik-Fünf auf eine oben liegende Pik-Sechs gelegt werden, unabhängig davon, wieviele Karten auf der Pik-Fünf liegen.

Auf eine freie Ablage kann ein König gelegt werden (wiederum egal, wieviele Karten auf diesem König liegen).

Sobald keine Spielzüge mehr möglich sind, können die Karten erneut gegeben werden. Beim Neu Geben werden die Karten von den Spielstapeln genommen (Stapel für Stapel von links nach rechts) und diese nach dem Anfangsmuster erneut gelegt (eine Spitze bildende Zick-Zack-Reihen bei den verdeckten Karten und von links nach rechts Reihen mit aufgedeckten Karten). Anmerkung: Die Karten werden nicht gemischt und die Karten auf den Ablagestapeln werden nicht angerührt. Das Neu Geben ist nur zweimal in einem Spiel möglich.

Auch wenn die Regeln einfach sind und es eine Menge möglicher Züge gibt, geht das Spiel doch recht selten auf. Trotzdem macht es Spaß zu spielen (vielleicht auch gerade deshalb).

Asse hoch

Diese Patience hat einfache Regeln, ist aber schwer zu gewinnen. Sie wird mit einem Kartenpäckchen gespielt. Ziel ist es, alle Karten außer den Assen auf die Ablagestapel zu legen, wobei am Schluss auf jedem Spielstapel ein Ass liegen muss.

Jede obere Karte, die von geringerem Wert als eine andere obere Karte und von derselben Farbe (z. B. Pik) ist, kann per Klick auf die Ablagestapel gelegt werden.

Können keine weiteren Karten auf die Ablagestapel gelegt werden, wird mit einem Klick auf den Talon auf jeden Spielstapel eine neue Karte gelegt.

Bei einem freien Stapel kann jede Karte als Basis verwendet werden. Diese Spielzüge sollten zum Abbau bestehender Stapel dienen. Mit dieser Vorgehensweise können neue Karten auf die Ablagestapel gelegt werden.

Das automatische Ablegen von Karten ist bei dieser Patience nicht verfügbar.

Freecell

Freecell wird mit einem Kartenpäckchen gespielt. Das Spielfeld besteht aus vier freien Zellen (links oben), den vier Ablagestapeln (rechts oben) und den acht Spielstapeln.

Ziel ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen. Dies gelingt sehr oft, da Freecell zu ca. 99,9 % lösbar ist (von den ersten 32000 Spielen ist nur die Nummer 11982 unlösbar).

In den Spielstapeln müssen die Spielfolgen fallend, mit roten und schwarzen Karten im Wechsel, angeordnet werden. In eine freie Zelle kann nur eine einzige Karte gelegt werden.

Bei einem Spielzug darf immer nur eine oben liegende Karte verschoben werden. Sequenzen oder Teile von Sequenzen können nur verschoben werden, wenn genügend freie Zellen und/oder freie Spielstapel vorhanden sind. Dabei kann jede beliebige Karte auf eine freie Position gelegt werden.

Die maximale Anzahl der verschiebbaren Karten berechnet sich wie folgt:

Zur Lösung dieses Spiels sollten die Karten in derjenigen Reihenfolge freigelegt werden, in der sie auf die Ablagestapel gelegt werden können. (zuerst die Asse, dann die Zweier, usw.)

Dabei sollten so viele freie Zellen und/oder Ablagen frei gehalten werden, dass möglichst lange Folgen gebaut und verschoben werden können.

Mod3

Mod3 wird mit zwei Kartenpäckchen ohne Asse gespielt. Ziel ist es, alle Karten in den drei oberen Reihen anzuordnen. In der ersten Reihe sollen echte Abfolgen der Form 2-5-8-B, in der zweiten Reihe der Form 3-6-9-D und in der dritten Reihe der Form 4-7-10-K angeordnet werden. Hier ist die Farbe der Karte wichtig, so kann beispielsweise auf eine Herz-Zwei nur eine Herz-Fünf gelegt werden.

Die vierte Reihe ist gleichzeitig Hilfs- und Spielstapel. Auf einen leeren Spielstapel kann eine beliebige Karte aus den oberen drei Reihen oder die oberste Karte der vierten Reihe gelegt werden.

Asse können auf den Ass-Stapel oberhalb des Talon gelegt werden. Dadurch können Plätze frei gemacht werden.

Können keine weiteren Karten verschoben werden, ergeben sich neue Möglichkeiten durch einen Klick auf den Talon. Dadurch wird auf jeden Spielstapel eine neue Karte gelegt.

Das automatische Ablegen von Karten ist bei dieser Patience nicht verfügbar.

Zigeuner

Zigeuner wird mit zwei Kartenpäckchen gespielt. Ziel des Spiels ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen.

Die Spielfolgen müssen fallend angeordnet werden, wobei sich immer schwarze und rote Karten abwechseln. Es können nur Sequenzen oder einzelne Karten verschoben werden. Auf einen freien Spielstapel kann jede beliebige Karte oder Sequenz gelegt werden.

Können keine weiteren Karten verschoben werden, ergeben sich neue Möglichkeiten durch einen Klick auf den Talon. Dadurch wird auf jeden Spielstapel eine neue Karte gelegt.

Das häufige Verwenden der Funktion Zurücknehmen ermöglicht ein leichteres Gewinnen des Spiels. Dadurch können die Auswirkungen einer Entscheidung zunächst beobachtet und möglicherweise eine andere Entscheidungen getroffen werden.

Vierzig & Acht

Vierzig & Acht wird mit zwei Kartenpäckchen gespielt. Ziel des Spiels ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen.

Die Spielstapel müssen fallend angeordnet werden, wobei nur Herz auf Herz, Pik auf Pik, usw. gelegt werden darf.

Es kann nur eine oben liegende Karte pro Spielzug bewegt werden. Auf einer freien Ablage lässt sich jede beliebige Karte ablegen.

Mit einem Klick auf den Talon wird eine Karte auf den Hilfsstapel gelegt, von wo aus sie auf die Spiel- oder Ablagestapel verschoben werden kann (letzteres übernimmt KPatience). Ist der Talon leer, wird mit einem weiteren Klick der Hilfsstapel zu einem neuen Talon. Jedoch kann der Talon nur zweimal durchgesehen werden.

Diese Patience ist nicht einfach zu lösen, aber mit ein wenig Erfahrung wird das Gewinnen vieler Spiele möglich. Dabei bietet sich vor allem das häufigere Verwenden der Zurücknehmen-Funktion an, um Entscheidungen im Spielverlauf zu berichtigen. Dies gilt auch für den Fall, dass KPatience eine Karte automatisch auf einen Ablagestapel legt.

Einfach Simon

Einfach Simon wird mit einem Kartenpäckchen gespielt. Ziel des Spiels ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen.

Auf den Ablagestapeln können echte und unechte, fallende Sequenzen gebildet werden. Mehrere Karten lassen sich nur dann bewegen, wenn sie Mitglied einer echten Familie sind. So kann beispielsweise die Pik-Sechs verschoben werden, wenn die Pik-Fünf auf ihr liegt, aber nicht, wenn es die Herz-Fünf ist.

Die Karten werden nur auf die Ablagestapel gelegt, wenn alle 13 Karten einer Farbe im Spielfeld als echte fallende Familie angeordnet wurden.

Hinweis

Es empfiehlt sich möglichst früh Karten auf die richtigen Spielstapel zu verschieben, um freie Spielstapel zu schaffen. Auf einen freien Spielstapel kann jede Karte oder Sequenz gelegt werden.

Mit ausreichend Platz kann begonnen werden, fallende Familien auf einen freien Spielstapel zu legen. Sind alle Karten so angeordnet, können sie anschließend der Farbe nach sortiert werden.

Yukon

Yukon wird mit einem Kartenpäckchen gespielt. Ziel des Spiels ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen.

Die Spielfolgen müssen fallend angeordnet werden, wobei sich immer schwarze und rote Karten abwechseln. Jede aufgedeckte Karte kann bewegt werden. So kann beispielsweise die Herz-Fünf auf eine oben liegende Pik-Sechs gelegt werden, unabhängig davon, wieviele Karten unter der Pik-Sechs liegen.

Auf einen freien Spielstapel kann ein König jeder beliebigen Farbe gelegt werden (auf diesem können beliebig viele Karten liegen).

Großvaters Uhr

Großvaters Uhr ist eine einfache Patience und mit ein bisschen Erfahrung sollte fast jedes Spiel lösbar sein. Diese Patience wird mit einem Kartenpäckchen gespielt. Ziel des Spiels ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen.

Die zwölf Ablagestapel befinden sich auf der rechten Seite und bilden die Form einer Uhr. Dabei befinden sich die Neun auf 12 Uhr, die Dame auf 3 Uhr, die Drei auf 6 Uhr und die Sechs auf 9 Uhr.

Die acht Spielstapel bestehen aus je fünf Karten. Auf diesen können die Karten als fallende Sequenzen angeordnet werden, wobei die Farbe unberücksichtigt bleibt. Bei jedem Spielzug kann nur eine Karte bewegt werden.

Golf

Golf wird mit einem Kartenpäckchen gespielt. Ziel des Spiels ist es, alle Karten als echte Familien aufsteigend auf den Ablagestapeln anzuordnen.

Der Aufbau des Spielfeldes von Golf-Solitär ist ziemlich geradlinig. Am Anfang des Spiels ist das Spielfeld und darauf sieben Spalten mit je fünf Karten sichtbar. Darunter befinden sich der Talon und die Ablagestapel.

Golf-Solitär ist einfach zu spielen, erfordert aber eine Strategie, um zu gewinnen. Die Karten oben auf jedem Kartenstapel des Spielfeldes können gespielt werden. Die erreichbaren Karten werden auf der obersten Karte der Ablagestapel in auf- oder absteigender Reihenfolge abgelegt, wobei die Farbe unberücksichtigt bleibt. Sind keine Spielzüge mehr möglich, kann eine Karte vom Talon auf die Ablagestapel gelegt werden. Das Spiel ist beendet, wenn alle Karten vom Talon gespielt wurden und keine anderen Spielzüge mehr möglich sind.

Spider

Spider wird mit zwei Kartenpäckchen gespielt. Zu Beginn werden 10 Spielstapel gebildet, 4 mit 6 Karten und 6 mit 5 Karten. Bei jedem Klicken auf den Talon werden von den restlichen 50 Karten jeweils 10 Karten gleichzeitig auf die zehn Spielstapel verteilt.

Auf den Spielstapeln darf eine Karte auf eine andere Karte beliebiger Farbe gelegt werden, deren Wert um eins höher ist. Eine Folge absteigender Karten der gleichen Farbe darf in einem Zug von einem Spielstapel auf einen anderen verschoben werden.

Das Ziel von Spider ist, alle Karten entsprechend ihrer Familie absteigend vom König aus irgendwo in den Spielstapeln zu platzieren. Eine vollständige Familie wird von den Spielstapeln entfernt und links unten im Fenster abgelegt.

Die verschiedenen Spielstufen unterscheiden sich in der Anzahl der ausgeteilten Farben. Leicht verwendet eine Farbe, mittel zwei und schwer verwendet alle vier Farben. In der leichten Stufe ist das Spiel einfach zu gewinnen, in der schweren Spielstufe sehr schwierig.