Kapitel 5. MIDI-Maps

Was ist eine MIDI-Map?

Eine MIDI-Map wandelt MIDI-Ereignisse in andere MIDI-Ereignisse um.

Dies wird zwingend benötigt, wenn ein Synthesizer die Standard-Ereignisse nicht versteht (d.h., dass der Synthesizer General-MIDI nicht einhält). In solch einem Fall übersetzt die MIDI-Map General-MIDI-Ereignisse in solche, die der Synthesizer versteht.

Zum Beispiel können Sie eine MIDI-Map erstellen, die alle Ereignisse des Typs Programm auf helles Klavier setzen in Ereignisse des Typs Programm auf Trompete setzen umwandelt und somit immer eine Trompete erklingen lässt, wenn ursprünglich ein Klavier spielen sollte.

Das mag komisch klingen (warum eine Trompete hören, wenn des Lied mit Klavier geschrieben wurde?), ist aber sehr nützlich. Der GM-Standard gibt vor, dass, wenn ein MIDI-Keyboard einen Programmwechsel auf 0 empfängt, es das aktuelle Programm auf Konzertflügel (Grand Piano) setzt. Ein älterer Synthesizer könnte aber beispielsweise auf eine Elektrische Gitarre wechseln, wenn es eine 0 empfängt. Dieses ältere Gerät hätte (zum Beispiel) eine 3 empfangen müssen, um zum Konzertflügel zu wechseln. An dieser Stelle kommt die MIDI-Map ins Spiel, indem sie alle Programm auf 0 setzen in Programm auf 3 setzen ändert, damit immer das korrekte Instrument gespielt wird.