Die Seite Zugänge enthält die Festlegungen, wie KMail Ihre Nachrichten verschicken oder empfangen soll. Viele dieser Einstellungen hängen stark von Ihren System-Einstellungen ab sowie von der Art des Netzwerks, über das Sie Ihren Mail-Server erreichen. Falls Sie nicht wissen, welche Einstellungen Sie wählen sollen oder was Sie in ein Feld eintragen müssen, fragen Sie Ihren Internet Service Provider (ISP) oder Ihren Systemverwalter.
Die Karteikarte Versand stellt eine Anzahl von Möglichkeiten zum Versand von Nachrichten bereit. Der erste Listeneintrag ist die Standardmethode des Nachrichtenversandes. Mit dem Knopf kann man zwischen zwei verschiedenen Methoden des Versands wählen, nämlich SMTP und Sendmail. Dabei bezieht sich sendmail® auf eine lokale Installation - dieses Programm hat den Ruf, schwierig zu konfigurieren zu sein, falls man also nicht bereits eine funktionierende Konfiguration für sendmail® hat, sollte man hier SMTP wählen und das Feld Name mit einem beschreibenden Namen ausfüllen (z. B. Mein E-Mail-Konto). Klicken Sie auf und geben in das Feld Ausgehender Mailserver den Namen und die Domäne des Mailservers (z.B. smtp.provider.com). Die Einstellung des Feldes Port muss selten geändert werden (Standardwert: 25).
Falls Sie sendmail benutzen wollen und eine Wählverbindung verwenden, folgen Sie den Anweisungen zum Einrichten von sendmail für eine Wählverbindung im Abschnitt FAQ.
Die hier eingestellte Versandart wird für die Standard-Identität und alle die Identitäten verwendet, für die keine eigene Versandart angegeben wurde. Man kann für verschiedene Identitäten unterschiedliche Arten für den Nachrichtenversand durch Markieren von Spezieller Versandweg in der Karteikarte Erweitert auf der Seite Identitäten bestimmen.
Eine Beschreibung der weiteren Einstellmöglichkeiten befindet sich im Kapitel Einrichtung.
Wenn Sie ein SMTP-Konto mit einem Kolab-Server als Host konfigurieren, dann müssen Sie die Option Server verlangt Authentifizierung ankreuzen und Ihren Kolab-Benutzernamen und -Passwort in die Felder Benutzername und Passwort eintragen. Wechseln Sie zur Seite Sicherheit und klicken Sie auf , um automatisch die passende Sicherheitskonfiguration zu wählen. Die Voreinstellungsollte TLS/PLAIN sein. Der Kolab-Server unterstützt auch SSL/PLAIN. Diese Einstellungen können natürlich auch manuell konfiguriert werden.
Um einen Zugang für den Empfang von E-Mail einzurichten, klickt man auf der Karteikarte Empfang. Man hat die Wahl, welche Zugangsart man einstellen möchte. In den meisten Fällen ist das entweder POP3 oder IMAP-E-Mail-Server. Falls man ein lokales Postfach verwenden möchte findet man wichtige Informationen unter FAQ über das Sperren von Dateien.
Es erscheint der Dialog Akonadi-Ressource. Geben Sie zuerst einen Namen für das Postfach im Feld Postfachname an. In die Felder Benutzername, Passwort und Eingangs-Mailserver muss man die entsprechenden Informationen eingeben, die man vom eigenen Internet-Anbieter (ISP) oder vom Systemverwalter erhalten haben sollte. Wieder sollte es nicht nötig sein, die Einstellung von Port zu ändern (der Standard für POP3 ist 110, der Standard für IMAP ist 143).
Wählen Sie Disconnected IMAP als Postfachtyp. Tragen Sie in den Feldern Benutzer und Passwort Ihre E-Mail-Adresse und das Passwort auf dem Kolab-Server ein. Im Abschnitt Sicherheit klicken Sie auf Fähigkeiten des Servers testen, um Ihre Sicherheitskonfiguration automatisch einzurichten. Der Default sollte TLS/PLAIN sein. Der Kolab-Server unterstützt auch SSL/PLAIN. Diese Einstellungen können natürlich auch manuell konfiguriert werden.
Wenn Sie die Antworten bei Abwesenheit des Kolab-Servers verwenden wollen, dann richten Sie den Filtern-Abschnitt Ihres DIMAP-Kontos durch Anwählen der Option Server unterstützt Sieve sowie von Rechner- und Anmeldekonfiguration wiederverwenden ein. "Sieve"-Verwaltungsport: sollte auf 2000 gesetzt sein.
Nachdem Sie Ihr Disconnected IMAP-Konto konfiguriert haben, müssen Sie die Groupware-Funktionalität aktivieren und die Diverses-Seite von KMail einrichten.
Auf der Diverses-Seite des Konfigurationsdialogs wählen Sie die Unterseite Groupware aus. Wählen Sie hier die Option Funktionen für IMAP-Ressourcen aktivieren an sowie Kolab (XML) als Format der Groupware-Ordner aus. Das Ausklappmenü Ressource-Ordner gehören zu Konto sollte auf das eingehende Konto Ihrer Wahl gesetzt sein (sofern Sie mehrere Konten haben). Sie können auf Wunsch die Groupware-Ordner ausblenden. Wenn Sie Einladungen oder Antworten auf Einladungen an Benutzer von Microsoft Outlook(tm) verschicken wollen, dann wählen Sie die entsprechenden Optionen unter Kompatibilitätseinstellungen für Arbeitsgruppen ebenfalls an.
Falls man IMAP auswählt, kann man optional einen Pfad im Feld Präfix für Ordner angeben. Damit legt man fest, wo KMail die Verzeichnisse des Benutzers auf dem Server findet. Falls man einen Shell-Zugang auf diesem Rechner besitzt und die Nachrichten im Persönlichen Ordner gespeichert sind, ist es sinnvoll, sie in einem Unterordner Mail zu speichern. Damit KMail Nachrichten-Ordner und andere Dateien nicht mischt, sollte man diesen Pfad bei Präfix für Ordner verwenden. Falls man daran nicht interessiert ist, lässt man das Feld einfach leer.
Wenn man Ordner automatisch komprimieren markiert, entfernt KMail die entsprechenden Nachrichten vom Server, sobald der Benutzer das Verzeichnis verlässt. Ansonsten bleiben die Nachrichten nur zur endgültigen Löschung markiert und man muss sie manuell durch Auswahl von → entfernen.
Falls man Versteckte Verzeichnisse anzeigen aktiviert, werden auch die Verzeichnisse angezeigt, deren Name mit einem Punkt beginnt.
Wählen Sie Abgeholte Nachrichten auf dem Server lassen, falls Sie Ihre Nachrichten nach dem Herunterladen auf dem Server lassen wollen.
Um einen Zugang in die automatische Überprüfung einzubeziehen, die durch → ausgelöst wird, aktivieren Sie Bei manueller Prüfung einbeziehen. Ist diese Einstellung deaktiviert, können Sie dennoch manuell nach neuen Nachrichten für diesen Zugang suchen lassen durch → .
Wählen Sie Posteingang regelmäßig überprüfen falls Sie möchten, dass KMail automatisch auf neue Nachrichten prüft. Der Zeitraum kann unter Prüfintervall eingestellt werden.
Posteingang ist der Standardordner für eingehende Nachrichten. Falls Sie dies aus irgendeinem Grund ändern wollen, können Sie dies über Zielordner tun. Aber normalerweise sollten Sie Filter benutzen, was nichts mit dieser Option zu tun hat.
Unter Vorverarbeitungsbefehl kann man ein beliebiges Programm angeben, das von KMail vor dem Abrufen von E-Mail ausgeführt werden soll. Man muss hier den ganzen Pfad angeben (hier darf keine „~“ verwendet werden). KMail fährt mit der Programmausführung erst fort, wenn das externe Programm beendet ist.
Im Abschnitt POP-Einstellungen kann man Pipelining zum schnelleren Abholen aktivieren, falls diese Einstellung vom Server unterstützt wird. Man sollte die zuverlässige Arbeitsweise dieser Funktion ausreichend testen.
KMail unterstützt Verschlüsselung per SSL/TLS und STARTTLS (SSL/TLSsollte verwendet werden, falls es vorhanden ist).
Für POP3 unterstützt KMail Folgendes:
Einfacher Text,
PLAIN,
LOGIN,
CRAM-MD5 (empfohlen, falls DIGEST-MD5 nicht verfügbar ist),
DIGEST-MD5 (empfohlen) und
APOP-Authentifizierung.
DIGEST-MD5, CRAM-MD5 und APOP sind von sich aus sicher, alle anderen Optionen sind nur sicher, wenn SSL oder TLS verwendet wird. Sie sollten Einfacher Text nur benutzen wenn Ihr Server keine andere Möglichkeit bietet. Für IMAP wird zusätzlich Anonym unterstützt, aber APOP nicht. Man kann den Knopf auf der Karteikarte Sicherheit verwenden, um die sicherste Methode zu finden, die der eigene Server unterstützt.
Sie sind nun bereit Nachrichten zu senden und zu empfangen. Für IMAP öffnet man einfach die Ordner in der Ordnerliste in KMail's Hauptfenster. KMail wird sich dann mit Ihrem Server verbinden und die Nachrichten anzeigen, die es findet. Für POP3 benutzen Sie → .