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Wenn Sie das Programm KPilot installiert haben, müssen die Einstellungen an die Hardware angepasst werden. Die Abgleichmodule sind ebenfalls einzurichten. Danach können Sie KPilot benutzen, um die Daten auf dem PalmPilot™™ und der KDE-Arbeitsumgebung abzugleichen.
Wenn Sie KPilot das erste Mal entweder aus dem Startmenü oder von der Befehlszeile starten, wird der Einrichtungsdialog angezeigt. Dieser Dialog kann später wieder mit aus dem Menü des Hauptfensters oder aus dem Kontextmenü des KPilot-Dienstes aufgerufen werden. Auch in einer Konsole ist das mit diesem Befehl möglich:
$kpilot--setup
Wenn das Programm KPilot aktualisiert wird und neue Einstellungsmöglichkeiten bietet, wird automatisch beim ersten Start der Einrichtungsdialog aufgerufen.

Der Einrichtungsdialog
Der Einrichtungsdialog für KPilot ist sehr umfangreich. Er enthält nicht nur die Einstellungen der Schnittstelle zur Verbindung mit dem PalmPilot™™, sondern auch die Einstellungen für alle installierten Abgleichmodule. Jede dieser beiden Gruppen von Einstellungen - Allgemeine Einstellungen und Abgleichprogramme - wird getrennt erläutert.
Die vorhandenen Einstellungen in KPilots Einrichtungsdialog unter dem Titel Allgemeine Einstellungen betreffen die Arbeitsweise von KPilot, die Geräteschnittstelle und besondere Kodierungen für Handgeräte mit ausländischen Sprachen. Es gibt vier Einträge unter dem Titel Allgemeine Einstellungen, falls sie nicht sichtbar sind, klicken Sie auf das Kreuzsymbol, um die Baumansicht aufzuklappen.

Einträge im Abschnitt Allgemeine Einstellungen
Auf dieser Seite befinden sich Einstellungen für die Hardware des PalmPilot™™ und für den Benutzer.

Die Einstellungsseite Gerät
Dies ist die Schnittstelle für die Verbindung zur Basisstation. Als Standard ist hier /dev/pilot vorgegeben, das sollte eine symbolische Verknüpfung zur richtigen Geräteschnittstelle sein. Handelt es sich um eine serielle Schnittstelle, dann sollte /dev/pilot zum Beispiel eine Verknüpfung zu /dev/cuaa0 (in FreeBSD®) oder /dev/ttyS0 (in Linux®) sein. Für USB-Geräte kann es etwas schwieriger sein, die richtige Verknüpfung für /dev/pilot zu finden. Der USB-Dienst kann aber so eingerichtet werden, dass die richtige Verknüpfung automatisch erstellt wird, wenn Sie das Palm OS®-Gerät anschließen.
Überprüfen Sie, ob für die Schnittstelle die Berechtigung richtig eingestellt ist. Die Schnittstelle muss für alle les- und schreibbar sein, wenn sie als normaler Benutzer verwendet werden soll. KPilot zeigt eine Warnung bei falsch gesetzten Rechten an, die Änderung muss manuell durchgeführt werden. Dazu wird in einer Konsole als Systemverwalter chmod mit der richtigen Schnittstelle 666 devicedevice eingeben. Informationen dazu finden Sie im FAQ-Eintrag „KPilot meldet: Kann nicht zum PDA verbinden“ oder bitten Sie Ihren Systemverwalter um Hilfe.
Mit dem Programm pilot-link Version 0.11.5 und neuer kann auch ein Netzwerkabgleich verwendet werden, indem net:any als Gerätename eingetragen wird.
Die Geschwindigkeit der seriellen Schnittstelle für den PalmPilot™™. Für USB-Geräte wird diese Einstellung ignoriert. Für ein älteres Model des PalmPilot™™ ist ein Wert von 9600 richtig. Neuere Modelle können mit Geschwindigkeiten bis zur maximalen Einstellung von 115200 betrieben werden. Probieren Sie verschiedene Werte aus, das PalmPilot™™-Handbuch empfiehlt, mit einer Geschwindigkeit von 19200 zu beginnen und dann höhere Werte auszuprobieren.
Umgehungslösungen erlauben die spezielle Behandlung bestimmter Geräte. Die meisten Geräte benötigen keine speziellen Behandlungen. Die Geräte Zire 31, Zire 72 und Tungsten T5 benötigen eine spezielle Behandlung. Wenn Sie also ein solches Gerät anschließen, wählen Sie bitte die Umgehungslösung.
Palm OS®-Geräte sind in diversen Sprachausführungen erhältlich. Wenn Ihr Gerät eine andere Kodierung als ISO-Latin1 (ISO8859-1) verwendet, müssen Sie hier die korrekte Kodierung wählen, damit Sonderzeichen richtig angezeigt werden. Zum Beispiel für Russisch wählen Sie den Zeichensatz CP1251.
Der Benutzername auf dem PalmPilot™™. Als Voreinstellung wird der Anmeldename verwendet. Beim Abgleich mit dem PalmPilot™™ wird überprüft, ob dieser Name mit dem Namen auf dem PalmPilot™™ übereinstimmt. Werden unterschiedliche Namen benutzt, muss ein Name ausgewählt werden. Ist dies der Name in KPilot, dann wird der Name auf dem PalmPilot™™ angepasst. Der Eintrag Pilot-Benutzer wird außerdem für den Namen des Ordners verwendet, in dem die Informationen vom PalmPilot™™ auf dem Rechner gespeichert werden. Dieser Ordner wird in $KDEHOME/share/apps/kpilot/DBBackup/ angelegt. Dabei entspricht $KDEHOME normalerweise /home/Anmeldungs-Name/.kde/, dies ist der Ordner mit den Einstellungen und Daten der KDE-Programme.
Klicken Sie hier, um automatisch Ihr Gerät, den Benutzernamen und die Verbindungsgeschwindigkeit zu ermitteln. KPilot sucht dann nach angeschlossenen Geräten.
Diese Seite enthält Einstellungen zu den verschiedenen Abgleichmethoden und zur Auflösung von Konflikten beim Abgleich. Ein Konflikt entsteht, wenn die gleichen Daten sowohl auf dem Rechner als auch im Handgerät auf unterschiedliche Werte geändert wurden.
KPilot verbindet den Rechner mit dem Handgerät durch die Abgleichmodule und die internen Anzeigeprogramme. Abgleichmodule sind externe Programme, die die Fähigkeiten von KPilot erweitern. KPilot speichert getrennte Kopien der Datenbanken und Datensätze für Abgleichmodule, die Anzeigeprogramme und die Sicherungsfunktionen arbeiten mit dem gleichen Daten. Dieser Unterschied ist wichtig zur Auswahl der richtigen Abgleichmethode. Verwenden Sie hauptsächlich die Abgleichmodule um das Handgerät mit externen Programmen abzugleichen, sollte als Standardabgleich eine Methode für diese Module ausgewählt werden. Wenn Sie jedoch hauptsächlich die internen Anzeigeprogramme benutzen, müssen auch die Kopien der Datenbanken aktualisiert werden, um die Daten des Handgerätes anzuzeigen und zu bearbeiten. Dann ist der Abgleich nur für die Abgleichmodule nicht ausreichend.

Die Einrichtungseite Schnellabgleich
Wählen Sie hier die Abgleichmethode, die als Standard verwendet werden soll.
Schnellabgleich: Alle ausgewählten Abgleichprogramme werden gestartet und in den geänderten Datenbanken werden nur die bearbeiteten Einträge abgeglichen. Diese Einstellung ist ein Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Datensicherheit.
Vollständiger Abgleich: Alle ausgewählten Abgleichprogramme werden gestartet und in allen Datenbanken werden alle Einträge abgeglichen. Damit wird eine vollständige Sicherung ausgeführt. Dies ist die sicherste Einstellung, damit dauert ein Abgleich aber am längsten, da alle Datensätze auf dem Rechner und dem Handgerät zusammengeführt werden. Diese Funktion von KPilot entspricht dem „SlowSync“ von Palm.
PC auf Pilot kopieren: Alle Abgleichprogramme werden ausgeführt und alle Datenbanken werden abgeglichen. Die Informationen aus beiden Quellen werden aber nicht zusammengeführt, sondern alle Daten vom Rechner zum Pilot übertragen. Bedenken Sie, dass mit dieser Einstellung alle Änderungen auf dem Rechner seit dem letzten Abgleich überschrieben werden.
Pilot auf PC kopieren: Alle Abgleichprogramme werden ausgeführt und alle Datenbanken werden abgeglichen. Die Informationen aus beiden Quellen werden aber nicht zusammengeführt, sondern alle Daten vom Pilot auf den Rechner übertragen. Bedenken Sie, dass mit dieser Einstellung alle Änderungen auf dem Rechner seit dem letzten Abgleich überschrieben werden.
Wählen Sie diese Einstellung, um zu verhindern, dass KPilot mit dem Handgerät abgeglichen wird, während der Bildschirmschoner läuft. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme und dient dazu, andere davon abzuhalten, ihr Handgerät mit Ihren Daten abzugleichen, wenn der Rechner unbeaufsichtigt läuft. Diese Einstellung können Sie nur zusammen mit dem KDE-Bildschirmschonern verwenden. In anderen Arbeitsumgebungen muss diese Funktion abgeschaltet werden
Wenn Sie Ihren HotSync® mit mehreren PCs abgleichen, sind die Markierungen des Handgerätes über die geänderten Einträge seit dem letzten Abgleich wahrscheinlich falsch. Deshalb wird ein vollständiger Abgleich bei der Benutzung mit mehreren PCs empfohlen. Deaktivieren Sie diese Einstellung, um keinen vollständigen Abgleich auszuführen.
Daten können sowohl auf dem Handgerät als auch auf dem PC geändert werden. Wenn ein Datensatz auf dem Handgerät und dem PC unterschiedlich geändert wurde, muss dieser Konflikt aufgelöst werden, damit die Daten auf beiden Geräten wieder den gleichen Wert haben. Es gibt folgende Möglichkeiten, einen Konfikt aufzulösen:
Benutzer fragen: Es erscheint ein Dialog, in dem der Benutzer jeden einzelnen Konflikt von Hand auflösen kann.
Nichts tun: Die Einträge bleiben unterschiedlich, beim nächsten Abgleich muss dieser Konflikt unter Umständen wieder behandelt werden.
Pilot hat Vorrang: Kopiert die Werte vom Handgerät auf den PC, alle Änderungen auf dem PC werden dabei überschrieben.
PC hat Vorrang: Kopiert die Werte vom PC auf das Handgerät, alle Änderungen auf dem Handgerät werden dabei überschrieben.
Werte vom letzten Abgleich (nicht unterstützt): KPilot speichert eine Sicherungskopie der Daten auf dem Handgerät, abhängig von der ausgewählten Abgleichmethode. Ist diese Information verfügbar, werden nicht die Werte auf dem Handgerät oder dem Rechner, sondern die Werte dieser Sicherungskopie verwendet.
Beide Einträge benutzen (nicht unterstützt): Erstellt doppelte Einträge für alle unterschiedlichen Datensätze sowohl auf dem PC als auch auf dem Handgerät. Ein Eintrag enthält die Werte vom PC, der zweite die Werte des Handgeräts.
Diese Seite enthält Einstellungen für die Sicherung. Mit jeder Sicherung wird eine Kopie der Datenbanken des Handgeräts gespeichert, damit können die Daten später wiederhergestellt werden.
Alle Datenbanken auf dem Handgerät sind in Dateien gespeichert. Eine Datenbank kann entweder einzelne Datensätze enthalten, die durch Eingaben des Benutzers dynamisch verändert werden, wie Adressen oder Aufgabenlisten, oder eine Ressourcen-Datenbank, die seltener geändert wird wie zum Beispiel Programme.

Die Einstellungsseite Sicherung
In dieser Liste kann ausgewählt werden, wie oft Sicherungen durchgeführt werden sollen. Mögliche Intervalle sind:
Bei jedem Schnellabgleich: Die Sicherung der Daten des Handgeräts wird bei jedem Schnellabgleich ausgeführt.
Nur auf Anforderung: Die Sicherung der Daten des Handgeräts wird nur dann ausgeführt, wenn als Abgleich eine Sicherung ausgewählt ist.
Liste der Datenbanken, die nicht abgeglichen oder gesichert werden sollen.
Als Werte können Ersteller-Codes von Datenbanken eingeben werden. Diese Codes bestehen aus vier Zeichen, umschlossen von eckigen Klammern, zum Beispiel [PmDB]. Alternativ können Datenbanknamen aus Zeichenketten ohne Klammern mit Platzhaltern wie in der Shell benutzt werden. In der FAQ finden Sie eine Liste der vorhandenen Datenbanken. Neuere PalmPilot™™-Geräte können Programme für den älteren 68k-Prozessor ausführen, daher gibt es viele Datenbanken mit Namenserweiterungen wie _a68k. Eine Sicherung dieser Datenbanken ist nicht erforderlich, daher sollte *_a68k in diese Liste eingetragen werden.
Keine Sicherungskopie: Eine Liste aller Datenbanken, die nicht gesichert werden sollen. Einige Datenbanken haben eine vom Standard abweichendes Format, eine Sicherung und Wiederherstellung dieser Datenbanken kann zu Datenverlust führen. Hier sollten Datenbanken mit häufig geänderten Informationen wie News oder Webseiten aufgeführt werden, die meistens nicht gesichert werden müssen.
Nicht wiederhergestellt: Eine Liste aller Datenbanken, die nicht wiederhergestellt werden sollen, auch wenn sie vorher gesichert wurden. Diese ausgeschlossenen Datenbanken können später manuell mit dem Modul Datei-Installation eingespielt werden. Hier sollten Datenbanken mit häufig geänderten Informationen wie News oder Webseiten aufgeführt werden, die meistens nicht gesichert werden müssen.
Wenn die Einträge in Keine Sicherungskopie und Nicht wiederhergestellt geändert werden, kann das - besonders wenn hier bereits aufgeführte Datenbanken entfernt werden - diese Datenbanken unbrauchbar machen, wenn ein Schnellabgleich durchgeführt wird.
Eine Sicherung aktualisiert die Kopie der Datenbanken des Handgeräts. Abgleichmodule erweitern die Funktionalität von KPilot, die Ausführung dieser Programme gleicht die Daten auf dem Handgerät mit Datenbanken auf dem PC ab, wie zum Beispiele Adressbücher oder Kalender. Aktivieren Sie diese Einstellung, um beide Vorgänge bei jeder Sicherung auszuführen.
Auf dieser Seite finden Sie Einstellungen für den Start und das Beenden von KPilot und dem KPilot-Dienst.
KPilot ist nur das Programm zur Einstellung der Optionen und Anzeige des Protokolls, der Abgleich selbst wird durch den KPilot-Dienst ausgeführt. Auch wenn das Programm KPilot nicht läuft, wird ein Schnellabgleich durch den Dienst ausgeführt. Daher sollte der Dienst bei jeder Anmeldung automatisch gestartet werden, wenn die Daten des Handgeräts bei jeder Verbindung mit dem Rechner abgeglichen werden sollen. Wenn ein Abgleich jedoch nur durchgeführt werden soll, wenn das Programm KPilot läuft, muss der Dienst zusammen mit dem Programm beendet werden. Diese Einstellung sollte auch denn gewählt werden, wenn noch andere Programme die gleiche Schnittstelle wie KPilot benutzen.

Die Einstellungsseite Start und Ende
KPilot bei Anmeldung starten: Ist diese Einstellung aktiv, wird eine Verknüpfung zum KPilot-Dienst in Ihrem Autostartordner angelegt und damit der Dienst automatisch gestartet. Das ist normalerweise nicht erforderlich, wenn der Dienst in der Kontrollleiste angezeigt wird.
KPilot in der Kontrollleiste anzeigen: Ist dieses Feld angekreuzt, wird das Symbol des KPilot-Dienstes
in der Kontrollleiste angezeigt. Klicken Sie mit der Maustaste auf dieses Symbol, um ein Kontextmenü zu öffnen. Ohne diese Einstellung ist der Dienst für den Benutzer nicht sichtbar.
Nach Schnellabgleich beenden: Ist dieses Feld angekreuzt, werden KPilot und der KPilot-Dienst nach dem Schnellabgleich beendet und der Port des Geräts wieder frei gemacht. Dies ist nützlich, wenn KPilot durch den USB-Dienst automatisch gestartet wird.
KPilot-Symbol bei Beendigung aus der Kontrollleiste entfernen: Ist dieses Feld angekreuzt, wird der KPilot-Dienst zusammen mit KPilot beendet.