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Im oberen Bereich dieses Moduls sieht man mehrere Karteikarten: Aktivierung, Titelleiste, Fenster, Verschieben und Erweitert. In der Karteikarte Aktivierung kann man einstellen, auf welche Weise Fenster aktiviert bzw. deaktiviert werden. Unter Titelleiste und Fensterkann man festlegen, wie Titelleisten und Fenster auf Mausklicks reagieren. Verschieben erlaubt die Einstellung, wie Fenster verschoben und wo sie positioniert werden können. Die Karteikarte Erweitert enthält einige spezielle Eigenschaften, darunter das Bewegen von Fenstern zwischen Arbeitsflächen.
Die Einstellungen in diesem Modul wirken sich nur dann aus, wenn Sie KDE's Fenstermanager KWin verwenden. Verwenden Sie einen anderen Fenstermanager, müssen Sie dessen Dokumentation konsultieren.
Die „Aktivierung“ bezieht sich auf das Fenster, in dem der Benutzer gerade arbeitet. Man sagt auch, das aktive Fenster hat den „Fokus“.
Aktivierung bedeutet nicht automatisch, dass das Fenster dasjenige im Vordergrund ist. Dies wird als „Fenster heben“ bezeichnet und kann ebenfalls hier eingerichtet werden. Trotzdem werden die Aktivierung und das Heben der Fenster voneinander unabhängig eingestellt.
Es gibt vier Methoden, das gerade aktivierte Fenster in KDE festzulegen:
Ein Fenster wird aktiv, wenn Sie mit der Maus hineinklicken.
Bewegen Sie den Mauszeiger aktiv über ein normales Fenster, so wird dieses aktiviert. Neue Fenster wie das Fenster Befehl ausführen, die mit Alt+F2 aufgerufen wird, erhalten den Fokus ohne dass Sie den Mauszeiger dorthin bewegen müssen.
Bei anderen Fenstermanagern wird dieser Modus manchmal als „Aktivierung folgt dem Mauszeiger schlampig“ bezeichnet.
Das Fenster, das sich unter dem Mauszeiger befindet, wird aktiv. Befindet sich der Mauszeiger nicht über einem Fenster (wenn er sich zum Beispiel über der Arbeitsfläche befindet) ist das Fenster aktiv, das sich zuletzt unter dem Mauszeiger befunden hat. Neue Fenster wie Befehl ausführen, das über Alt+F2 aufgerufen wird, erhalten den Fokus nicht automatisch. Sie müssen erst den Mauszeiger darüber bewegen.
Ähnlich wie Aktivierung unter Mauszeiger, aber noch strikter in der Interpretation. Nur das Fenster unter dem Mauszeiger ist aktiv. Befindet sich der Mauszeiger nicht über einem Fenster, hat kein Fenster den Fokus. Neu Fenster wie Befehl ausführen, das über Alt+F2 aufgerufen wird, erhalten nicht den Fokus. Sie müssen erst den Mauszeiger darüber bewegen.
Beachten Sie, dass bei Aktivierung unter Mauszeiger und Aktivierung genau unter Mauszeiger bestimmte Funktionen nicht korrekt funktionieren. Darunter die Auswahl des aktiven Fensters mit Alt+Tab.
Wenn Sie den Standard für die Aktivierung festgelegt haben, stehen weitere Optionen zur Verfügung.
Markiert man das Feld Automatisch nach vorne, so platziert KDE das Fenster automatisch nach vorne, wenn sich der Mauszeiger für eine bestimmte Zeit über dem Fenster befindet. Diese Einstellung ist sehr nützlich im Zusammenhang mit Aktivierung bei Mauskontakt. Die Verzögerungszeit können Sie mit der Kombination aus Schiebe- und Drehregler einstellen.
Setzt man die Verzögerungszeit auf einen zu geringen Wert, führt das zu einer schnellen Folge von Fensterwechseln, die sehr störend sein kann. Sinnvoll ist ein Wert von 100-300 ms. Der Fenstermanager reagiert schnell genug, dennoch kann man auf dem Weg zum Ziel ein anderes Fenster überqueren, ohne dieses nach vorn zu bringen.
Wenn man Automatisch nach vorne deaktiviert hat, sollte man in jedem Fall Aktives Fenster auf Klick nach vorne aktivieren. Sind beide Ankreuzfelder deaktiviert, zeigt der Fenstermanager ein nicht sonderlich sinnvolles Verhalten, da die Fenster überhaupt nicht in den Vordergrund geholt werden.
Im Bereich Navigation kann man das Verhalten des Fenstermanagers beim Umschalten zwischen Anwendungen und Arbeitsflächen mit Alt+Tab oder Strg+Tab beeinflussen.
Sie können sowohl im KDE-Modus als auch im CDE-Modus mit der Kombination Alt+Tab, also Gedrückthalten der Taste Alt und mehrmaligem Betätigen der Taste Tab, zwischen Anwendungen umschalten. Im KDE-Modus sehen Sie bei gedrückter Alt-Taste ein Fenster in der Mitte des Bildschirms, das die aktuell ausgewählte Anwendung anzeigt, während im CDE-Modus das ausgewählte Fenster direkt den Fokus erhält.
Schließlich gibt es die Option Fenster aller Arbeitsflächen einbeziehen, mit der Sie die Fenster aller Arbeitsflächen in den Wechsel einbeziehen können. Ist dieses Markierungsfeld aktiviert, werden beim Umschalten mit Alt+Tab alle Fenster auf allen Arbeitsflächen angezeigt. Die Arbeitsfläche wird mit dem Umschalten automatisch gewechselt. Ist dieses Feld deaktiviert, sind nur die Fenster der aktuellen Arbeitsfläche mit Alt+Tab auswählbar. Um auf andere Arbeitsflächen umzuschalten, muss man explizit Strg+Tab verwenden.
Markieren Sie das Ankreuzfeld Automatisch zur Gegenseite navigieren, wird die erste Arbeitsfläche wieder ausgewählt, sobald Sie über Tab die letzte Arbeitsfläche erreicht haben und noch einmal Tab betätigen.
Viele Anwender benennen ihre virtuellen Arbeitsflächen nach deren Verwendung oder einem anderen Schema. Möglicherweise finden Sie es bequem, wenn durch Markieren von Namen der Arbeitsfläche bei Wechsel anzeigen diese Bezeichnung angezeigt wird, so dass Sie direkt erkennen können, ob Sie die richtige virtuelle Arbeitsfläche gewählt haben.
Auf dieser Karteikarte können Sie festlegen, was mit einem Fenster passiert, wenn mit der Maus auf die Titelleiste geklickt wird.
In diesem Auswahlfeld können Sie entweder Fensterheber, verschiedene Formen von Maximieren oder Nach hinten auswählen.
Bei Maximieren wird KDE das Fenster bei einem Doppelklick auf die Titelleiste maximieren. Sie können außerdem auswählen, ob ein Fenster nur horizontal oder nur vertikal maximiert werden soll.
Bei Fensterheber wird das Fenster auf die Titelleiste reduziert. Ein zweiter Doppelklick stellt die vorherige Fenstergröße wieder her.
Soll ein auf die Titelleiste reduziertes Fenster automatisch wiederhergestellt werden, wenn die Maus darüber platziert wird, müssen Sie auf der Karteikarte Erweitert das Markierungsfeld Automatischer Fensterheber auswählen. Damit lässt sich hervorragend Platz auf der Arbeitsfläche sparen, wenn man z.B. zwischen vielen Fenster Inhalte durch Ausschneiden und Kopieren überträgt.
In diesem Abschnitt kann man festlegen, wie sich ein Fenster bei einfachem Klick auf die Titelleiste oder den Rahmen verhält. Man kann dabei unterschiedliche Aktionen einstellen, je nachdem ob das Fenster aktiv ist oder nicht.
Man kann für jede Kombination der Maustasten und Aktiv/Inaktiv die geeignete Aktion einstellen. Die möglichen Aktionen sind:
Aktiviert dieses Fenster.
Platziert das Fenster an das Ende des Bildschirms. Damit wird das Fenster aus dem Weg bewegt.
Offensichtlich passiert hier nichts.
Ein Untermenü mit fensterbezogenen Befehlen wird angezeigt (unter anderem Maximieren, Minimieren, Schließen usw.).
Bringt das Fenster ganz nach vorn. Alle anderen Fenster, die dieses überlappen, werden „dahinter“ gestellt.
Bringt ein Fenster nach vorn, wenn es vorher nicht vorn war, und nach hinten, wenn es vorher vorn war.
Dieser Abschnitt des Moduls legt fest, was passiert, wenn Sie mit einer der drei Maustasten in ein inaktives Fenster klicken.
Es gibt folgende Einstellmöglichkeiten:
Das angeklickte Fenster wird aktiviert, auf der Arbeitsfläche ganz nach vorne geholt und an die Anwendung im Fenster wird ein Mausklick übertragen.
Das angeklickte Fenster wird aktiviert und an die Anwendung im Fenster ein Mausklick übertragen.
Hierdurch wird das angeklickte Fenster lediglich aktiviert. Der Mausklick wird nicht an die Anwendung im Fenster weitergegeben.
Das angeklickte Fenster wird aktiviert und ganz vorne auf der Arbeitsfläche dargestellt. Der Mausklick wird nicht an die Anwendung im Fenster weitergegeben.
Dieser unterste Abschnitt ermöglicht die Einstellung zusätzlicher Aktionen, wenn beim Mausklick eine Sondertaste (Alt ist der Standard) gedrückt wird.
Sie können auch hier unterschiedliche Aktionen für die Maustaste, Maustaste und Maustaste festlegen.
Die Wahlmöglichkeiten sind:
Platziert das Fenster an das Ende des Bildschirms. Damit wird das Fenster aus dem Weg bewegt.
Bewegt das Fenster auf der Arbeitsfläche.
Offensichtlich passiert hier nichts.
Bringt das Fenster ganz nach vorn. Alle anderen Fenster, die dieses überlappen, werden „dahinter“ gestellt.
Ändert die Größe des ausgewählten Fensters.
Bringt ein Fenster nach vorn, wenn es vorher nicht vorn war, und nach hinten, wenn es vorher vorn war.
Die Einstellungen beeinflussen das Erscheinungsbild von Fenstern beim Verschieben. Die meisten dieser Optionen verlangsamen das System, wenn Sie also das System so schnell wie möglich machen möchten, sollten Sie diese Einstellungen ausschalten. Bei einem schnellen Rechner ist es ganz angenehm.
Aktiviert man diese Option, wird beim Verschieben eines Fensters an Stelle eines „Skeletts“ der vollständige Fensterinhalt angezeigt. Das Resultat ist auf einem langsamen Rechner ohne Grafikbeschleunigung vermutlich nicht befriedigend.
Aktiviert man diese Option, werden an Stelle eines „Skeletts“ die Inhalte des Fensters bei einer Größenänderung angezeigt. Das Resultat ist auf langsamen Rechnern wiederum nicht zufriedenstellend.
Aktivieren Sie diese Einstellung, wenn bei einer Größenänderung die Abmessungen des Fensters als Kurzinfo angezeigt werden soll.
Wenn diese Option aktiviert ist, hat ein maximiertes Fenster einen aktiven Rahmen und kann daher wie jedes andere Fenster verschoben oder in der Größe verändert werden.
Die Platzierung legt fest, wo ein neues Fenster auf dem Bildschirm erscheinen wird. Ökonomisch platziert die Fenster mit einer möglichst geringen Überlappung, Gestaffelt kaskadiert die Fenster und Zufällig verwendet eine zufällige Position. Zentriert öffnet alle neuen Fenster in der Mitte des Bildschirms und Links oben öffnet alle Fenster mit ihrer linken oberen Ecke in der linken oberen Ecke des Bildschirms.
Der Rest dieser Seite erlaubt die Einrichtung der Einrastzonen. Diese wirken wie ein magnetisches Feld entlang der Ränder von Fenstern und der Arbeitsfläche, die Fenster gleichsam einrasten lassen, wenn sie sich einander nähern.
Hier können Sie die Einrastzonen für die Arbeitsflächenränder festlegen. Wird ein Fenster in eine dieser Zonen verschoben, so rastet es an einer Ecke der Arbeitsoberfläche ein.
Hier können Sie die Einrastzone für Fenster festlegen. Wie beim Arbeitsflächenrand rastet ein Fenster ein, wenn es in die Einrastzone eines Anderen gerät.
Ist diese Option markiert, rasten Fenster nur dann ein, wenn sie sich überlappen.
Auf der Karteikarte Erweitert kann man einige Feinheiten des Fensterverhaltens beeinflussen.
Fensterheber
Ist diese Option markiert, wird ein auf die Titelleiste reduziertes Fenster automatisch wiederhergestellt, wenn sich der Mauszeiger für eine einstellbare Zeit über der Titelleiste befindet. Mit dem Schieberegler kann man die Verzögerungszeit bis zur automatischen Wiederherstellung einstellen.
Schließlich kann man Aktive Arbeitsflächenränder festlegen. Bewegt man bei aktivierter Option die Maus an den Rand des Bildschirms, wird die Arbeitsfläche gewechselt. Das ist nützlich, um ein Fenster von einer Arbeitsfläche auf eine andere zu verschieben.
Diese Option können Sie auf Deaktiviert (das ist der Standardwert), Nur beim Verschieben aktiviert oder auf Stets aktiviert setzen. Im letzten Fall wird die Arbeitsfläche immer gewechselt, wenn die Maus den Bildschirmrand erreicht.